WP Disturbance

Störung: Die Behandlung durch Störungen der Unkräuter umfasst die mechanische Bekämpfung und den Einsatz von Herbiziden, z.B. das Entwurzeln, Zerteilen, Vergraben und Entfernen von Blättern der Unkräuter. Dadurch werden das Aufkommen, das Überleben und die Konkurrenzfähigkeit der Unkräuter eingeschränkt. Diese Bekämpfungsmethoden sollten darauf abzielen, weniger schädlich in Bezug auf Bodenerosion und Umweltbelange zu sein und gleichzeitig entsprechend dem Lebenszyklus der Unkräuter angewendet werden (geringste Speicherung von Reserven). Dies kann dazu beitragen, die Effizienz der Unkrautbekämpfung zu maximieren. Die wichtigsten Methoden zur Verringerung der Reserven dieser Pflanze (ohne wendende Bodenbearbeitung) sind:

Stoppelbearbeitung: Die Stoppelbearbeitung, die hauptsächlich mit einem Grubber durchgeführt wird, bekämpft mehrjähriges Wurzelunkraut, indem ihre Wurzeln, die zur vegetativen Vermehrung dienen, zerkleinert werden. Ein erhöhtes Vergraben der Wurzelfragmente hemmt das Entstehen mehrjähriger Wurzelunkräuter, während Wurzelfragmente, die sich an der Bodenoberfläche befinden, je nach Witterungsbedingungen ausgetrocknen oder erfrieren. Da die wendende Bodenbearbeitung und damit der Pflugeinsatz nicht nachhaltig ist, besteht die Notwendigkeit, neue innovative Maschinen zu entwickeln, um die Kontrolle mehrjähriger Wurzelunkräuter durch Stoppelbearbeitung zu verbessern. In unserem Projekt werden drei neue Maschinentypen eingesetzt.

Foto von: Timo Lötjönen

KVIKUP-HARROW: Diese für die Wurzelentfernung konzipierte Maschine arbeitet mit Hilfe der Schwerkraft, um Boden- und Pflanzenmaterialien zu sortieren, indem sie diese durch den Rotor der Egge in die Luft wirft. Die unterirdischen Teile des Unkrauts landen an der Bodenoberfläche, wo Wind, Sonne und Frost sie abtöten.

KVIKFINN-CULTIVATOR: Entwickelt, um den Boden zu lockern, schneidet er die Wurzeln und bewegt sie zur Bodenoberfläche, wo Wind, Sonne und Frost sie abtöten.

Foto von: Marian-Malte Weigel

WURZELSCHNEIDER: Ermöglicht die unterirdische Unkrautbekämpfung durch horizontales Abschneiden der Wurzeln, wodurch letztlich die Speicherreserven der Wurzeln erschöpft werden. Je kleiner die Wurzelfragmente sind, desto mehr Energie ist erforderlich, damit die austreibenden Triebe die Oberfläche erreichen.

Eggen: Eggen dient der Vorbereitung des Saatbetts zur Abtötung von Unkrautsetzlingen oder zur Einebnung der Bodenoberfläche. Das Eggen von Unkraut wird in der Regel kurz vor oder nach der Aussaat durchgeführt, wodurch die Kulturpflanze einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den aufgelaufenen Unkrautsetzlingen erhält. Dies kann gegen Cirsium arvense Sämlinge wichtig sein, da diese sehr empfindlich gegenüber mechanischen Störungen sind.

Mähen: Beim Mähen werden die oberirdischen Pflanzenteile entblättert und zerschnitten, was zu einer Verringerung der Photosynthese führt, da die Photosyntheseassimilate den Wurzeln nicht zugeführt werden können. Dies führt zu weniger Reserven im Überwinterungssystem der Wurzeln und damit zu einer Verminderung der Sprosspopulation. Das Abschneiden der Triebe von Unkräutern wie C.arvense wird die apikale Dominanz brechen und das Entstehen neuer Triebe fördern. Dies führt letztlich zu einer Erschöpfung der Reserven, wenn das Mähen wiederholt wird.

Bio-Herbizide: Diese Herbizide stammen entweder von lebenden Organismen oder ihren natürlichen Stoffwechselprodukten. Sie ermöglichen die Unkrautbekämpfung, ohne die Umwelt zu schädigen. Ein Beispiel für die in diesem Projekt verwendeten Bio-Herbizide ist die Pelargonsäure. Die Säure wirkt ausschließlich durch Kontakt. Sie kann die Zellmembranen der pflanzlichen Epidermis zerstören und eine rasche Austrocknung des Gewebes verursachen.